Still, so still ist es um mich her.
Die Nacht ist vorgedrungen,
sie gibt den vergangenen Tag jetzt nicht mehr her.
Um mich her liegen meine Lieben und schlafen,
ruhen sanft in den Kissen,
die mir heut die Ruh entsagten.
Still, so still ist es um mich her.
nur einer schläft und schlummert nicht,
es ist der Vater, der liebevoll und leise zu mir spricht.
Mein Sohn, was sorgst Du Dich?
Ach PAPA, manchmal ist mir das Herz so schwer,
manchmal drückt mich die ganze Last.
Warum nur mein Sohn,
komm auf meinen Schoss,
komm bei mir zur Rast.
Hast Du es immer noch nicht verstanden?
Leg Deinen Kopf an meine Brust,
komm zu mir und leg Dich her,
höre meinen Herzschlag schlagen,
höre meinen Atem gehn.
Spürst Du meine Kraft?
Ja, ich spür sie immer wieder
und doch bin ich oft verzagt
weil der Zweifel immer wieder
tief in meinem Herzen nagt
Warum nimmst Du das zu Herzen?
Hab ich es nicht längst gewußt?
Kenne ich nicht all Deine Schmerzen,
alle Sorgen, allen Frust?
Meinst Du ich kann Dich nicht tragen,
selbst mit aller Sorgennot?
Meinst Du ich wär überladen,
Ich Dein Vater, mit Deiner Not?
Ach mein Sohn, was bin ich traurig,
weil Du mich so menschlich machst,
Du machst mich so klein und mickrig,
grad wie Du mich fassen kannst.
Du denkst oft, so ist mein Vater
und bist stolz mich zu verstehn.
Doch es wird Dir nicht gelingen,
willst Du nur mit Augen sehn.
Auch der Verstand, gar scharf geformt,
kann mich dennoch nicht erfassen.
Nur der Liebe Deines Herzens wird gelingen,
was den anderen Sinnen muss entrinnen.
Nur die Augen Deines Herzens,
können meine Liebe sehn,
nur die Ohren Deines Herzens,
hören meiner Stimme flehn.
Nur im Denken Deines Herzens,
wirst Du meine Liebe sehn,
die trotz aller Deiner Schmerzen,
nur das Beste lässt geschehn.
Ach wenn meine Kinder
hören, sehen und verstehn
mit dem Herzen, ganz tief innen,
dann kann jeder meine Liebe sehn.